Trauma-Arbeit

Ein Trauma ist ein Ereignis, das Menschen physisch und psychisch so überfordert, dass es mit den normalen Bewältigungsstrategien nicht verarbeitet werden kann. Nach einer als Trauma erlebten Situation bleibt der Organismus in Alarmbereitschaft. Schon der Gedanke an das Erlebte kann dazu führen, dass Stresshormone ausgeschüttet werden, die Atemfrequenz zunimmt, Schweiss abgesondert wird.


In meiner Ausbildung in somatischer Trauma Arbeit STA® am Institut für somatische Trauma-Arbeit (ist-institut.ch) habe ich zahlreiche Techniken gelernt, die es ermöglichen, den traumatisierten Organismus zu beruhigen, Stress abzubauen, so dass der Betroffene wieder eine gute Lebensqualität erreichen kann.

Die somatische Trauma-Arbeit STA® wurde von Irena Brehm nach jahrelanger Arbeit mit traumatisierten Menschen entwickelt. STA® beinhaltet Methoden der Trauma Therapie nach Babette Rotschild, Peter Levine, Transaktionsanalyse, Kinesiologie, Akupressur und IEET®. Von zentraler Bedeutung sind die Erkenntnisse der Neurobiologie, insbesondere dem limbischen System, das für die emotionale Bewertung einer Erfahrung verantwortlich ist.

Man unterscheidet bei den Traumata zwischen Schocktraumata und Entwicklungstraumata. Zu den Schocktraumata gehören: Kriegserlebnisse, Unfälle, Überfälle, Vergewaltigung und ähnliches, aber auch weniger spektakulär wirkende Ereignisse wie das Beobachten eines Unfalls, eines Herzinfarktes, natürliche Todesfälle von nahestehenden Personen, Krankheit eines Kindes und ähnliches.

Zu den Entwicklungstraumata rechnet man schwierige Erlebnisse in der Entwicklung des Kindes, welche, je nach Umständen, die Bewältigungsmechanismen eines Kindes überfordern, sein Sicherheitsgefühl erschüttern und seinen Organismus in Dauer-Alarmbereitschaft setzen. Die Symptome von Entwicklungstraumata sind vielfältig: Übererregung und ADHS, Beziehungsprobleme, Bindungsangst, Panikattacken, Angststörungen, Depressionen, Folgekrankheiten wie Alkoholismus und Substanzmissbrauch und vieles mehr.

Für die Behandlung von Entwicklungstraumata kombiniere ich die Innere-Kind-Arbeit mit der Trauma-Arbeit STA®.

Es braucht eine Umprogrammierung im Gehirn.

Nach einer traumatischen Erfahrung bleibt die Amygdala, wenn sie nicht beruhigt wird, übererregt. Immer dann, wenn sie eine Situation (oft fälschlicherweise) als gefährlich einstuft, aktiviert sie den Sympathikus. Da Amygdala nicht unserem Willen unterstellt ist, sondern für unser Überleben zuständig ist, initiiert sie die Ausschüttung der Stresshormone so lange, bis sie begriffen hat, dass eine bestimmte Situation heute nicht mehr gefährlich ist. Es braucht eine Umprogrammierung Im Gehirn! "Nur" darüber reden bewirkt noch keine Reorganisation des neuronalen Netzwerkes. Dazu braucht es geeignete Entkoppelungstechniken, damit Amygdala lernt, die Situation angemessen einzuordnen. Das heisst, die Amygdala lernt, die Realität so zu erkennen, wie sie heute tatsächlich ist und nicht mehr -wie damals – als gefährlich einzustufen.